Zakynthos: Kann man dort tatsächlich Trailrunning betreiben?

"Wohin gehst du denn?!? Kann man dort denn Trailrunning machen? Wenn ich Leuten erzähle, dass ich für eine Trailrunning-Woche nach Zakynthos fahre, höre ich oft: Als Reiseleiter und Trailrunner erwarten die Leute mich eher in Österreich.

Auf den ersten Blick wirkt Zakynthos nicht gerade wie ein Paradies für Läufer und Wanderer. Die meisten kennen die Insel für ihre Strände, Partyurlaube, die berühmte Schiffswrackbucht und Schildkröten. Nicht für Wanderwege, Instagram- oder TikTok-Hype und Trail-Läufe.

"Es ist dieselbe Insel, aber von den Wanderwegen aus eröffnet sich eine völlig andere Welt als vom Strand aus."

Gemeinsam mit einheimischen Läufern und unserem niederländisch-griechischen Partner entdeckten wir jedoch Michael Travel Es gibt auf der Insel viel mehr zu entdecken, als der durchschnittliche Tourist je zu Gesicht bekommt. In den letzten Jahren haben wir Dutzende von Wegen erkundet, Routen getestet und sie zu einem Netz wunderschöner Wanderwege für Trailrunner und Wanderer verbunden. Seit 2024 organisieren wir hier zweimal jährlich eine Wanderwoche, und mit jeder Ausgabe entdecken wir neue Orte.

Eine Insel voller Überraschungen

Zakynthos ist die südlichste der großen Ionischen Inseln. Mit einer Fläche von rund 406 Quadratkilometern mag sie nicht riesig sein, aber ihre Vielfalt ist beeindruckend: von steilen Kalksteinklippen und versteckten Buchten über Olivenhaine und Bergdörfer bis hin zu zerklüfteten Küsten.

Die Insel ist etwa 40 Kilometer lang und 20 Kilometer breit. Ihr höchster Punkt, Vrachionas, liegt 758 Meter über dem Meeresspiegel. Ein Höhenunterschied, der einem ordentlich zu schaffen macht.

Wer nur die touristischen Küstenorte besucht, verpasst den schönsten Teil von Zakynthos. Gerade im Inselinneren und entlang der weniger bekannten Küstenabschnitte verlaufen die Wege, die diese Insel für uns Trailrunner und Wanderer so interessant machen.

Laufen, aber mit Blick aufs Meer

Unsere Routen führen entlang von Klippen, über Bergpfade und durch jahrhundertealte Olivenhaine. Manchmal bietet sich ein atemberaubender Blick auf das tiefblaue Ionische Meer, und wenige Kilometer später durchquert man ein fast verlassenes (verfallenes) Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Die Strecken sind so angelegt, dass sowohl fortgeschrittene Trailrunner als auch Anfänger teilnehmen können. Bringen Sie unbedingt gute, robuste Wanderschuhe und/oder Trailrunning-Schuhe mit. Die steinigen Pfade erfordern guten Halt. Ich persönlich empfand die Hitze auf den meisten Wegen als gut auszuhalten, und man kann sich zwischendurch im Meer abkühlen. Lediglich die Abschnitte zum und vom Dorf, wo man noch ein kurzes Stück Straße zurücklegen muss, sind mitunter etwas anstrengend. Daher sind Wasser, Elektrolyte und Sonnenschutzmittel wichtige Ausrüstungsgegenstände im Rucksack.

Während der Wanderwoche kombinieren wir tägliche Läufe und Spaziergänge mit ausreichend Zeit, um neben dem Laufen alles zu genießen, was die Insel zu bieten hat. Bringen Sie also unbedingt Ihre Badesachen mit.

„Das Wunderbare an dieser Woche ist, dass es nicht nur um Bewegung geht. Wir wandern durch eine Landschaft, die die meisten Menschen auf Zakynthos nie zu Gesicht bekommen. Unterwegs bleibt viel Zeit, innezuhalten, die Aussicht zu genießen und sich angeregt zu unterhalten. Und danach? Man springt ins Meer oder genießt ein köstliches griechisches Mittagessen. Diese Kombination macht diese Woche für mich zu etwas ganz Besonderem.“
 
– Sylvia, Power-Walking-Trainerin

Diese Bootstour sollten Sie nicht verpassen!

Eines der Highlights der Woche ist die Bootsfahrt. Ein entspannter Vormittag oder Nachmittag, an dem Sie Ihre Füße ausruhen können. Vom Wasser aus (eine ganz neue Perspektive!) erleben Sie die beeindruckende Küste von Zakynthos. Wir fahren vorbei an weißen Klippen, versteckten Höhlen und Stränden, die von der Straße aus nicht erreichbar sind. Unterwegs besuchen wir verschiedene Buchten und Höhlen, und es besteht die Möglichkeit zum Schwimmen. Im klaren Wasser können Sie viele wunderschöne Fische beobachten. Vielleicht entdecken Sie sogar eine Schildkröte!

Meine persönlichen Highlights der Wanderwoche

Das Essen

Nach einem langen Trailrun schmeckt alles besser, und die griechische Küche macht es einem besonders leicht. Jeden Abend kann man sich ein anderes nettes kleines Restaurant aussuchen, und das Essen ist überall lecker und abwechslungsreich. Ich finde es hier immer einfacher, mich gut, abwechslungsreich und auf meine Bedürfnisse (Sport und Ernährung) abgestimmt zu ernähren als in Österreich.

Myzithren

Die ikonischen Kalksteinformationen an der Südwestküste gehören wohl zu den schönsten Orten der Insel. Der Kontrast zwischen den weißen Felsen und dem klaren blauen Meer wirkt fast unwirklich. Ich finde es magisch (und der Abgrund ohne Geländer auch ein bisschen beängstigend – ein typisches Beispiel dafür, dass man…) Sag bloß nicht meiner Mutter, dass ich dort entlanggelaufen bin.).

Schwimmen in den Höhlen von Keri

Einer dieser Momente, in denen man kurz vergisst, dass man eigentlich zum Laufen gekommen ist. Ich hatte nicht erwartet, mich dazu zu trauen (ich bin keine besonders gute Freiwasserschwimmerin), aber ich habe es trotzdem getan. Und was für ein tolles Erlebnis! Ich habe sogar Fotos davon gemacht!

Der Aufstieg zum Kloster

Auf einer der Routen erreichen wir ein abgelegenes Kloster. Allein das wäre schon Grund genug, kurz innezuhalten und die Aussicht zu genießen. Doch dann folgt noch eine besonders spannende Bonus-Klettertour (mit Seilen und allem Drum und Dran). Die Belohnung ist meiner Meinung nach der schönste Ausblick der ganzen Woche.

Das gemischte Gefühl: die Schildkröten

Ich verstehe vollkommen, dass jeder eine Schildkröte sehen möchte. Ich auch. Und wir haben es geschafft (der Bootskapitän weiß natürlich genau, wo sie zu finden sind), obwohl in dem Moment fünf andere Boote um das Boot herumfuhren. Das war schon etwas seltsam; das arme Tier kann ja offensichtlich nicht einfach so in Ruhe leben.

Andererseits wird viel in Bildung und den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume investiert. Glücklicherweise arbeiten lokale Organisationen und Naturschützer aktiv daran, das Gleichgewicht zwischen Tourismus und Naturschutz zu wahren.

Bei jeder Reise besuchen wir auch das Schildkrötenrettungszentrum. Dort erfahren wir mehr über Meeresschildkröten und die Arbeit, die zu ihrem Schutz geleistet wird. Das hat mir zumindest mehr Zuversicht gegeben, dass der Schutz der Schildkröten für die meisten Menschen Vorrang vor dem Tourismus hat. Dass dies gelingt, zeigen auch Berichte wie beispielsweise … dieser hier auf nu.nl.

Aber die eigentliche Frage war: Kann man auf Zakynthos Trailrunning betreiben?

Die Antwort lautet: absolut. Vielleicht nicht ganz so wie in den Alpen oder auf Madeira, aber genau das macht es so besonders. Sie finden hier überraschend schöne Wanderwege, beeindruckende Ausblicke, charmante Bergdörfer und köstliches griechisches Essen. Und glauben Sie mir: Wenn Sie diese Wege einmal gegangen sind, werden Sie Zakynthos mit ganz anderen Augen sehen.

Glaubt mir also, das ist ein großartiger Ort zum Wandern und Trailrunning (und auch zum Urlauben). Nur an einer Sache habt ihr vielleicht noch Zweifel: Guidos Geschichten. Sollte Guido euch im Laufe der Woche irgendetwas über Fledermäuse in Fledermaushöhlen, mysteriöse Rituale oder geopferte Jungfrauen erzählen, nehmt es mit Vorsicht. Oder mit Tzatziki. 

Möchten Sie Zakynthos auf diese Weise selbst erleben?

Wir fahren im September wieder hin!

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne:

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E-Mail: info@alltractive.com 

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